Muttis Kuchenrezepte

Kuchenrezepte aus einer Zeit, in der man sich noch die Finger leckte…

Souvenir aus dem Urlaub

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Meine Nachbarn Martha und Friedrich kommen mich nach ihrem Urlaub an der Nordsee besuchen, in der Hand eine große Tüte mit frischen Krabben. Sie haben ja vor wenigen Tagen das „Krabben-puhl-Diplom" gemacht und wollen jetzt ihre Fähigkeiten in die Tat umsetzen.

Friedrich beginnt, jedoch schon nach wenigen Minuten: „Mausi, ich kann das nicht."
Schweigen…..
„Mausi, ich bekomm immer nur das Schwänzchen raus, ich muss mein Diplom zurück geben!"

Martha, auch Mausi genannt, hat Erbarmen und fängt an, die Krabben aus ihrer Schale zu befreien. Friedrich steht ihr mit Rat zur Seite. „Denk dran, du musst sie im Uhrzeigersinn drehen." – „Mausi, jetzt hast du auch nur das Schwänzchen in der Hand!"

Martha puhlt unverdrossen weiter. Sie beginnen, über den Preis zu sinnieren. „Jetzt weiß ich auch, warum Krabben so teuer sind. Das Puhlen kostet ja viel Zeit und Arbeit."
„Mausi, die Krabben werden ja nicht gepuhlt, sondern eigentlich geschält."
Friedrich ist begeistert über die Fingerfertigkeit seiner Frau. „Du wirst ja immer besser, das flutscht ja richtig! Und dann brätst du die Krabben?!"

Martha ist etwas genervt: „Nein, die werden so gegessen, du kannst ruhig schon anfangen."

Friedrich strahlt: „Ich kann schneller essen, als du puhlst."
Unverdrossen kämpft Martha gegen die Krabben an. „Manche gehen unheimlich schwer raus." Friedrich weiß die Lösung: „Die Krabben, die bräunlich sind, sind die Guten. Vielleicht ist es wie bei den Muscheln…die, die nicht aus der Schale gehen, soll man ja nicht essen. Wie werden Muscheln überhaupt gefangen?" Mausi weiß es: „Muscheln wachsen in Kolonien und Taucher sammeln sie ein."

Friedrich hat eine neue Theorie, warum er sich nicht zum Krabbenpuhlen eignet. „Mausi, ich bewundere dich! Schau dir die armen Krabben an, die haben sich alle gequält und gekrümmt. Das ist genau so, als ob du eine Kuh häuten würdest. Ich kann das nicht."
Martha lässt sich nicht beirren. Sie haben 1 kg Krabben gekauft und die Arbeit nimmt kein Ende. Friedrich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fliegen, die den Tisch umschwirren, zu verscheuchen. „Mausi, du bist ja so fleißig. Kannst du die Krabben eigentlich haltbar machen?"

„Nein, mein Schatz, die müssen gegessen werden. Wieso fragst du?"

„Eigentlich würde ich ja heute gern Erbsensuppe essen!"

Eure Sylvia


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